18.11.2021
Digital Mobility Conference | News: 3 Fragen an Robert Henrich
 
 

3 Fragen an

Was macht MOIA zu einem Vorreiter in digitaler Mobilität?

MOIA hat seit 2017 Europas größtes vollelektrisches Ridepooling-System entwickelt und in Betrieb genommen. Das umfasst die gesamte Wertschöpfungskette des Ridepoolings – von Apps über Algorithmen bis zum Flotten- und Driver-Management. Mit stetig steigenden Nutzerzahlen sind wir zu einem festen Bestandteil der urbanen Mobilität geworden. Gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Argo AI gehen wir nun den nächsten Schritt und heben unser Ridepooling in das Zeitalter des autonomen Fahrens. Wir streben in dem gemeinsamen Pilotprojekt an, bis 2025 in Hamburg ein autonomes, international skalierbares Ridepooling-System zu entwickeln.

Was ist Ihre persönliche Vorstellung für eine erfolgreiche Mobilitätswende?

Für eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht es neben einem gut ausgebauten ÖPNV als Rückgrat weitere Mobilitätsangebote, um die Lücke zwischen dem öffentlichen Verkehr und dem Individualverkehr zu schließen. Diese Angebote müssen sich in Hinblick auf die Flexibilität und dem Komfort mit dem privaten Pkw messen lassen. Aus unserer Sicht ist Ridepooling daher für die Mobilitätswende unverzichtbar. Um Ridepooling in weiten Teilen einer Stadt anbieten zu können, sind Kooperationen zwischen der öffentlichen Hand und privaten Anbietern denkbar. Klar ist aber auch, dass innovative Mobilitätsangebote einen progressiven Rahmen brauchen, um sich entfalten zu können. Entschließt sich eine Stadt für die Mobilitätswende, können lokale, regulatorische Push-Maßnahmen Anreize zum Umstieg setzen.

Was ist ein unterschätzter Trend in Ihrer Branche?

Vielfach wird Wunsch der Menschen nach komfortabler Mobilität unterschätzt. Nur wenn wir hochwertige Mobilitätsangebote schaffen, können wir die Menschen davon überzeugen, das eigene Auto auch mal stehen zu lassen. Die MOIA-Fahrzeuge sind daher ganz bewusst im Innenraum großzügig gestaltet, mit freistehenden Sitzen und großer Beinfreiheit. Wir schaffen dadurch in einem geteilten Fahrzeug einen Rückzugsort ähnlich dem privaten Pkw. Zum Komfort gehört aber auch eine hohe Verfügbarkeit des Angebots und die Möglichkeit, ohne Umsteigen ans Ziel zu kommen.